Punta Chame

Als wir kurz vor Sonnenuntergang in Punta Chame ankamen, wehte Wind, so dass wir unsere Rucksäcke in die Ecke warfen und direkt aufs Wasser gingen.

Nach der kleinen Erfrischung im Wasser checkten wir im Kitesurfing Guesthouse ein.

Punta Chame selbst ist eine kleine Landzunge, die in den Pazifik hineinragt. Bei guter Sicht kann man von hier bis hinüber nach Panama City sehen und am Horizont die Skyline erkennen. Punta Chame ist ein sehr kleines Fischerdorf mit nur wenigen Hotels bzw. Guesthouses. Da hier jedoch der Wind von Dezember bis Frühjahr stark wehen soll, haben sich direkt am Wasser ein paar Kiteschulen angesiedelt. Darunter befindet sich hier auch das, durch Extremsportfilme bekannt gewordene Nitro City. Da jedoch die Kosten für eine Nacht in Nitro City unser Reisebudget deutlich überschritten haben, statteten wir dem Resort nur aus Neugier einen kleinen Besuch ab.

Dabei stellten wir fest, dass die Anlage zwar top gepflegt wurde und Unsummen an Instandhaltungskosten haben musste, jedoch weit und breit keine Gäste zu sehen waren. Nitro City ist eine riesige Anlage die die Möglichkeit bietet, die unterschiedlichsten Extremsportarten zu testen, genutzt wurde sie aber scheinbar kaum.

Das Kitesurfing Guesthouse dagegen war zwar kleiner aber dafür gut besucht und man img_4679lernte viele tolle Menschen kennen. Das junge Team an Kitesurfern, die das Guesthouse vor nicht all zu langer Zeit ins Leben gerufen hatten, war motiviert und freundlich. Wir blieben über die Weihnachtstage bis kurz vor Silvester dort und man fühlte sich wie in einer großen Kite-WG.  Die ersten Tage schliefen wir in einem Zelt mit Blick auf den Strand, kurz vor Weihnachten gönnten wir uns dann doch noch ein richtiges Doppelzimmer.

Mit dem Wind hatten wir dieses Mal leider nicht so viel Glück. Zwar reichte es für die ein oder andere Session, aber der normalerweise im Dezember beginnende Starkwind verspätete sich dieses Jahr leider deutlich. Also versuchten wir unsere Zeit auch mal anders zu nutzen. Da in Punta Chame die Möglichkeit an Aktiviäten jedoch, sagen wir mal etwas eingeschränkt ist, suchten wir uns andere Beschäftigungen.

Zum Beispiel schlafen…

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Und warten…

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Noch mehr warten ( und Andere testen lassen, ob der Wind nicht vielleicht doch reicht)…

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Auch mal Sinnvolles, wie den Strand aufräumen…

Windspiele basteln…

Und die Umgebung erkunden (der Skorpion wurde zu meiner Freude direkt neben unserem Zelt gefunden)…

Dann stand Weihnachten vor der Tür. Da nicht so richtig Weihnachtsstimmung aufkam
img_4909und wir ein wenig die Atmosphäre von zu Hause vermissten, bestand ich zumindest darauf, einen Weihnachtsbaum zu basteln. Tatsächlich blieb der Baum auch bis zum ersten Weihnachtsfeiertag stehen, bis ihn ein Luftzug zu einem Haufen Treibholz verwandelte. An Heiligabend wurden wir zu einem einheimischen Fischer in seinen Garten eingeladen, wo er für uns typisch panamaisches Weihnachtsessen vorbereitete. Das Essen war super lecker, die panamaische Spezialität Ceviche (kalter eingelegter Fisch mit Zitrone, Zwiebel etc.) war irgenwie auch lecker, aber gewöhnungsbedürftig. Alles in allem war es ein toller, gemütlicher, feuchtfröhlicher Abend, auch wenn es sich nicht unbedingt wie Weihnachten angefühlt hat.

Am Ende des Abends konnten wir noch das Feuerwerk über Panama City am Horizont erkennen. Die Panamaer feiern an Heilig Abend um 00 Uhr, genau wie an Silvester, mit Raketen und Böllern.

Am letzten Abend vor unserer Abreise zu den San Blas Islands gab es dann als nachträgliches Weihnachtsgeschenk dann doch noch einmal Wind und wir konnten beim Kiten den unglaublichen Sonnenuntergang hinter den Bergen beobachten.

Am nächsten Morgen brachen wir auf zur anderen Küstenseite Panamas  – San Blas Islands.

 

 

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